Die Okertalsperre im Oberharz, das Wasserreservoir für den Norden

Die Okertalsperre

die Okertalsperre im Harz - Blick auf die Staumauer

Daten der Okertalsperre

Die Krone der Staumauer liegt 418m über NN.
Die Höhe der Staumauer über der Talsohle ist 67m.
Die Strecke der Krone beträgt 260m.
Die Breite der Krone ist 8m.
Die Breite des unteren Bereichs ist 19m.
Das Staubecken kann 46.850.000 m³ Wasser aufnehmen
Die Wasseroberfläche beträgt gefüllt 225 Hektar.
Die Staumauer besteht aus 140.000 m3 Beton. 

Ein beeindruckendes Bauwerk aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und den darauffolgenden Jahren. Die Okertalsperre ist eines der größten Bauwerke im Harz und die einzige Bogengewichtsmauer in Deutschland. In der Zeit von 1938 bis zum Jahre 1942 und dann in der Zeit von 1949 bis 1956 wurde sie im in der direkten Nähe von Altenau erbaut. Ein Teil des Ortes Schulenberg, damals unter dem Namen „Unterschulenberg“ bekannt, wurde für den Bau der Okertalsperre sogar in höhere Regionen vom Harz, den Wiesenberg, verlegt. Die Bauzeit wurde damals in den Jahren von 1942 bis 1949 durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen, so dass die Staumauer erst in den folgenden Jahren ab 1956 errichtet wurde. In den Jahren ab 1938 bis 1942 wurden lediglich die Straßen und die beiden Brücken fertiggestellt. Diese Bauteile überlebten den Krieg zum Glück nur leicht beschädigt.
In die Okertalsperre fließen die Flüssen und Bäche Oker, Kalbe, Schalke, Große Hune, Lange, Große Bramke, Kellwasser, Riesenbach und das Schwarze Wasser. Durch diese Zuläufe ist es in der Okertalsperre möglich bis zu 46.850.000 m³ zu speichern, so dass sich eine Wasseroberfläche von ca. 2,25 km² darstellen. Der Abfluss der Talsperre erfolgt dann nur noch über die Oker, auf der sich immer wieder die Kajakfahrer auf Wildwasserstrecken messen.

Ein wunderschöner Ort zum Rudern, Segeln oder um einfach einmal mit dem Ausflugsschiff über die Okertalsperre zu schippern. Übrigens schippern Sie auf der höchstgelegenen Linienschifffahrtsroute in Niedersachsen, das sollten Sie nicht außer Acht lassen. Auf dem Ausflugsschiff werden Ihnen bei der Fahrt alle Details der Okertalsperre vom Kapitän über die Bordlautsprecher mitgeteilt. Bei schönem Wetter entdecken Sie auch vereinzelt ein paar Sonnenanbeter oder ein paar Wanderer im Uferbereich. Das Ausflugsschiff pendelt in der Zeit von März bis zum Jahresende zwischen den Haltestellen.
Der Stausee kann nur unmotorisiert befahren werden, daher tummeln sich hier Segler oder Standup-Paddler auf dem Wasser. Früher, als der Winter noch kälter war konnte man auf dem Stausee noch jedes Jahr mit den Schlittschuhen unterwegs sein. Am Ufer liegen auch ein paar Restaurants und Cafes, von denen man einen tollen Blick über den Stausee hat. Besonders zu empfehlen ist meiner Meinung nach der Windbeutelkönig der am Altenauer Arm des Stausees im Gemkenthal liegt.
Die Okertalsperre liegt zwischen den Orten Oker, Schulenberg und Altenau. Sie fahren direkt an der Straße die am Ufer entlanggeführt wird, um dann über eine Brücke zum Ort Altenau zu gelangen. Auf der gegenüberliegenden Seite der Bundesstraße kann man von Altenau immer am Stausee entlang bis zur Okertalsperre wandern.
Der Ort Schulenberg musste in den höheren Bereich am Rand der Okertalsperre verlegt werden und fiel dem Staubecken somit zum Opfer. Viele Schulenberger mussten den Wassermassen weichen und siedelten, wenn auch manchmal sehr mürrisch in die neue Siedlung um.
Im Gebiet Romkehalle befindet sich die Turbineder Harzwasserwerke, die zur Stromerzeugung durch das Wasser der Okertalsperre angetrieben wird. Die Okertalsperre dient aber nicht nur der Stromerzeugung, sondern auch der Trinkwasserversorgung und sie verhindert auch die Gefahr vor Hochwassern, die ohne die Talsperre über die Gebiete rund um Braunschweig, Salzgitter und Wolfenbüttel hereinbrechen würden. Bereits nach dem starken Winter zum Ende 1946, richtete das Hochwasser in dieser Region große Schäden an.
Die Okertalsperre selber steht unter Denkmalschutz. Nicht nur das sie als Bogengewichtsmauer errichtet wurde sondern auch der an den Bauwerken rund um den Stausee immer wieder verwendete Baustil der 50er Jahre führte dazu das die Staumauer und die dazugehörigen Bauwerke unter Denkmalschutz gestellt wurden.